Trend: Pharma-Brands

Trend: Pharma-Brands

Gesundes Essen, gesunde Kosmetik. Am liebsten vegan, 100% natürlich und absolut unbedenklich. Pharma-Brands sind auf Erfolgskurs. Was Apothekenmarken ausmacht, hat Spylista in einem Interview mit Juka d´Or Inhaberin Astrid Lang erfahren.

Spylista: Frau Lang, Sie sind ja eine doppelte Expertin: Sie kennen sich zum einen auf der Seite der Inhaltsstoffe bestens aus. Und gleichzeitig beraten Sie seit vielen Jahren Tag für Tag die Kundinnen in Ihrer Apotheke. Was hat sich im Laufe der Jahre geändert?
Astrid Lang: Die Kundin von heute ist viel informierter als früher. Sie kennt sich mit Inhaltsstoffen aus und möchte sich gezielt bewusster pflegen. Das betrifft Themen wie Verträglichkeit, Nachhaltigkeit oder Tierschutz. Was ist das dringendste Problem der Kundinnen? Das ist sehr individuell und häufig auch von der jeweiligen Jahreszeit abhängig. In den Herbst- und Wintermonaten haben aber viele Kundinnen mit trockener und gereizter Haut zu kämpfen. Vor allem auch an der empfindlichen Augenpartie! Hier werde ich häufig um Rat gefragt, da die Kundin sich dann meist nicht mal mehr traut, sich zu schminken. Mit der richtigen Pflege kann man hier aber schnell Abhilfe schaffen.
Spylista: Wie würden Sie sensible Haut definieren?
Astrid Lang: Sensible Haut reagiert schnell auf Veränderungen der äußeren Umwelteinflüsse wie Kälte, trockene Heizungsluft oder Sonne. Ein sensibler Hauttyp zum Beispiel wird in der Sonne sofort rot! Dies ist eines der markantesten Indizien.
Spylista: Was ist aus Ihrer Sicht am wichtigsten bei sensibler Haut?
Astrid Lang: Da wir die äußeren Faktoren wie Kälte und Sonne nicht beeinflussen können, ist es umso wichtiger, ein Augenmerk auf die richtige Pflege zu legen. Wir haben nur eine Haut, seien wir also gut zu ihr! Das Beste, was wir unserer Haut antun können, ist der Verzicht auf allergisierende Zusätze wie Parfum oder Parabene. Zudem sollten auch immer Inhaltsstoffe verwendet werden, die die Haut verwerten kann. Ein trockener Hauttyp beispielsweise profitiert deutlich mehr von pflegenden Inhaltsstoffen wie Olivenöl oder Sheabutter, als von unnötigen Mineralölen. Diese meist als Paraffine bezeichneten Öle sind ein Abbauprodukt aus der Erdölindustrie und müssten heute in wirklich keinem Pflegeprodukt mehr enthalten sein! Leider sieht die Realität anders aus.
Spylista: Ihre Cremes arbeiten mit Bio-Botox. Warum ist das für Sie eine gute Alternative zur Spritze?
Astrid Lang: Mit Botox werden die behandelten Muskelpartien komplett gelähmt, die Mimik kann darunter oft stark leiden. Bio-Botox dagegen greift zwar an denselben Rezeptoren an, reduziert aber nur die Aktivität des Muskels, ohne ihn komplett zu lähmen. So bleibt die Mimik erhalten und man erzielt ein frisches, jugendliches Aussehen der Haut ganz ohne Maskeneffekt.
Spylista: Das Packaging ist ja sehr untypisch für Apothekenkosmetik. Gold statt weiß. Warum?
Astrid Lang: Beim Essen sagt man ja immer: „Das Auge isst mit“. Bei Kosmetik ist das auch so! Mit einem weißen Packaging assoziiert man Medizin und damit Hautprobleme. Aber wenn man irritierte Haut hat, möchte man daran nicht auch noch durch den Look seiner Kosmetik erinnert werden. Eine Kundin sagte mir mal, Juka d’Or schenke ihr jeden Morgen allein beim Anblick der Verpackung schon Luxus. Ist das nicht großartig?
Spylista: Ihre persönliche Beautyroutine?
Astrid Lang: Als berufstätige Mutter muss die Beautyroutine bei mir schnell gehen. Daher schätze ich es, wenn meine Produkte Alleskönner sind und z.B. die Augenpflege schon in der Tagespflege mit enthalten ist, wie bei unserem Juka d’Or Lifting Balm und dem Sea Culture Power Serum. Außerdem liebe ich Mascara! Ich glaube, ohne würde ich nicht einmal Gartenarbeit machen.